Stadt schafft Platz für Veloverkehr: Kreisel weicht der Velostrasse
Die Stadt Thun hebt den Kreisverkehr am Eigerplatz auf, um Platz für die geplante erste Velostrasse in der Stadt zu schaffen. Das teilte die Stadtverwaltung mit. Die Velostrasse soll im Herbst auf der Länggasse zwischen Schlossmattstrasse und Jungfraustrasse als Pilotprojekt eingerichtet werden.
Als vorbereitende Massnahme wird die Vortrittsregelung am Eigerplatz angepasst: Der bestehende Kreisel wird aufgehoben und an den Einmündungen der Waisenhausstrasse und der Klosestrasse gilt künftig «Kein Vortritt». Damit wird die geplante Velostrasse auf der Länggasse vortrittsberechtigt.
Konkrete Änderungen im Überblick
- Aufhebung des Kreisverkehres am Eigerplatz.
- Einmündungen Waisenhaus- und Klosestrasse: Kein Vortritt.
- Einrichtung einer Velostrasse in der Länggasse im Herbst als Pilotprojekt.
- Massnahme ist Teil der Umsetzung der Thuner Velo-Initiative.
Warum die Umstellung erfolgt
Mit der Aufhebung des Kreisels und der Neuregelung des Vortritts sollen Velofahrende besseren und sichereren Verkehrsfluss erhalten. Die Stadt positioniert die Länggasse damit als bevorzugte Achse für den Veloverkehr; die Pilotphase dient dazu, Erfahrungen zu sammeln und Auswirkungen auf den übrigen Verkehr im Umfeld zu prüfen.
| Ort | Massnahme | Zeitpunkt |
|---|---|---|
| Eigerplatz | Aufhebung Kreisverkehr, Anpassung Vortrittsregel | Vor Herbst / als Vorbereitung |
| Länggasse (zwischen Schlossmattstrasse und Jungfraustrasse) | Einrichtung Pilot-Velostrasse (vortrittsberechtigt) | Im Herbst |
Auswirkungen für den Alltag in Thun
Die Neuregelung hat direkte Folgen für Verkehrsteilnehmende in der Innenstadt. Automobilistinnen und Automobilisten müssen sich auf veränderte Vortrittsverhältnisse am Eigerplatz einstellen und gegebenenfalls neue Routen wählen. Velofahrende erhalten an der Länggasse künftig Vorrang, was insbesondere für Pendlerinnen und Pendler, Schulwege und Freizeitverkehr relevant ist. Für Anwohnende und Lieferverkehr können sich Anpassungen bei Zufahrten und Haltegewohnheiten ergeben.
Die Massnahme ist als Pilotprojekt konzipiert; die Stadt wird die Erfahrungen aus der Testphase auswerten, bevor sie weitere, dauerhafte Entscheide trifft. Die Umsetzung ist ein konkreter Schritt in der Realisierung der Thuner Velo-Initiative, mit der die Stadt den Veloverkehr fördern will.
Weitere Details zur konkreten Gestaltung, Markierung und allfälligen Restarbeiten sowie Hinweise für Verkehrsteilnehmende kündigt die Stadtverwaltung vor Inkrafttreten der neuen Regeln an.