Funde im Mattenbach in Grub
Im Gemeindegebiet von Grub wurden am Freitag insgesamt 67 tote Fische im Mattenbach entdeckt. Der Kanton Appenzell Ausserrhoden teilte am Montag mit, dass der Zustand der Tiere darauf hindeute, dass das Verenden bereits Anfang oder Mitte der vergangenen Woche stattgefunden habe. Eine klare Ursache für das Fischsterben liege bislang nicht vor.
Stand der Abklärungen
Das kantonale Amt für Umwelt hat die Stelle in Augenschein genommen. Untersuchungen seien nötig, um mögliche Ursachen wie etwa Schadstoffeinträge, Sauerstoffmangel, Veränderungen der Wasserqualität oder andere Umweltfaktoren auszuschliessen oder zu bestätigen. Bis zum Abschluss dieser Abklärungen gebe es noch keine gesicherten Ergebnisse.
„Das kantonale Amt für Umwelt hofft, zur Klärung des Vorfalls Hinweise aus der Bevölkerung zu erhalten.“
Was bedeutet das für Anwohner und Freizeitnutzer?
Für die lokale Bevölkerung hat ein solcher Vorfall mehrere unmittelbare Bedeutungsebenen:
- Gewässerschutz: Ein Fischsterben kann auf einen akuten Eintrag von Schadstoffen oder auf ökologische Störungen hinweisen, die auch andere Wasserlebewesen bedrohen.
- Freizeitnutzung: Personen, die den Bach für Erholung, Angeln oder zur Tierbeobachtung nutzen, sollten vorsorglich keinen direkten Kontakt mit toten Tieren oder dem Wasser suchen, bis klare Angaben zur Ursache vorliegen.
- Meldefunktion: Beobachtungen, Auffälligkeiten oder Hinweise in der Umgebung des Fundortes können für die Ermittlungen entscheidend sein.
Wie kann die Bevölkerung helfen?
Das Amt für Umwelt bittet um sachdienliche Hinweise. Konkret hilfreich sind Beobachtungen wie:
- zeitliche Angaben (wann wurden tote Fische oder Auffälligkeiten erstmals bemerkt),
- Rückstände, ungewöhnliche Gerüche, Verfärbungen des Wassers oder beobachtete Einleitungen in den Bach,
- Fotos oder Videos vom Fundort sowie Standortangaben.
Konkrete Kontaktdaten nennt die Mitteilung nicht; betroffene Personen sollten sich an die üblichen kantonalen Meldekanäle oder das kantonale Amt für Umwelt wenden.
Weiteres Vorgehen
Zur Klärung des Vorfalls werden Proben genommen und ausgewertet. Je nach Befund können Massnahmen zum Schutz des Gewässers und zur Vermeidung weiterer Schäden angeordnet werden. Bis zum Abschluss der Analysen bleibt offen, ob es sich um einen lokalen, einmaligen Vorfall oder um ein Anzeichen für ein grösseres Problem handelt.
Für die Bevölkerung gilt vorläufig: Beobachtungen melden, Vorsicht im Umgang mit Wasser und toten Tieren, und die Veröffentlichungen des Kantons beachten.