Weiterentwicklung der palliativen Versorgung in Uri
Der Kanton Uri hat einen überarbeiteten Aktionsplan Palliative Care vorgelegt, der die Grundlage für die weitere Entwicklung der palliativen Versorgung in den kommenden Jahren bildet. Der Regierungsrat hat den Plan Ende Juni zur Kenntnis genommen; das Dokument ist auf www.ur.ch/palliativecare publiziert.
Die Massnahme ist Ergebnis eines mehrstufigen Prozesses: Auf Basis der nationalen Palliative-Care-Strategie beauftragte die Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion im Juni 2019 eine Arbeitsgruppe mit der Ausarbeitung eines kantonalen Aktionsplans. Aus dieser Arbeitsgruppe entstand später eine erweiterte Steuergruppe, und eine Projektleitung begleitete ab 2020 die Umsetzung.
Was bereits realisiert wurde
Viele der ursprünglich geplanten Schritte sind laut Dokument bis Ende 2025 umgesetzt worden. Dazu gehören unter anderem:
- Fort- und Weiterbildungen für medizinisches und pflegerisches Personal;
- Entwicklung und Einführung eines kantonalen Behandlungs- und Therapieplans;
- Regelmässige Informationsveranstaltungen für die Öffentlichkeit sowie Netzwerktreffen für Fachpersonen;
- Ein kontinuierlich erreichbarer Support (24/7) für Fachpersonen durch die Palliative Care des Spital Schwyz.
Fokus: Bewährtes erhalten, Lücken schliessen
Der aktualisierte Plan umfasst elf Massnahmen. Er zielt darauf ab, die interprofessionelle Zusammenarbeit weiter zu stärken und bestehende Defizite in der Versorgung zu beheben. Im Zentrum steht dabei die Lebensqualität und die Würde schwerkranker Menschen ohne Aussicht auf Heilung sowie die Unterstützung ihrer Angehörigen.
| Zeitraum | Wesentliche Schritte |
|---|---|
| 2019 | Beauftragung der Arbeitsgruppe durch die Direktion |
| 2020–2025 | Projektleitung, Umsetzung zahlreicher Massnahmen, Umwandlung Arbeits- in Steuergruppe |
| 2026 ff. | Implementierung des überarbeiteten Aktionsplans mit elf Massnahmen |
Konsequenzen für Betroffene und Fachleute
Für Patientinnen und Patienten sowie Angehörige bedeutet der Plan eine stärkere Vernetzung der Dienste und praktischere Unterstützung im Alltag und in Krisenmomenten. Fachpersonen profitieren von klareren Behandlungsleitlinien und ausgebauten Weiterbildungs- und Beratungsangeboten. Die Aufrechterhaltung des 24/7-Supports bleibt zentral, um auch ausserhalb der regulären Arbeitszeiten adäquate Hilfe zugänglich zu machen.
Für Gemeinden, Spital- und Pflegeorganisationen stellt die Weiterarbeit an der Umsetzung eine koordinative Aufgabe dar: Netzwerkarbeit, Ausbildungsangebote und die Anwendung des kantonalen Therapieplans müssen auf lokaler Ebene integriert werden, damit die Ziele des Aktionsplans tatsächlich Wirkung entfalten.
Wer die Dokumente einsehen oder sich informieren will, findet das überarbeitete Strategiepapier und weiterführende Informationen auf der kantonalen Website: www.ur.ch/palliativecare.