Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Riehen
Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Donnerstag die Grenzgemeinde Riehen im Kanton Basel-Stadt besucht. Begleitet wurde er von Regierungspräsident Conradin Cramer (LDP) sowie der Riehener Gemeindepräsidentin Christine Kaufmann (EVP). Der Besuch stand im Zeichen des unmittelbaren Austauschs vor Ort: Steinmeier wollte «feststellen, wie das Leben im Dreiland aussieht» und betonte damit die Bedeutung der grenzüberschreitenden Alltagsbeziehungen.
Programm und Begegnungen
Die rund zweistündige Visite war geprägt von Begegnungen mit lokalen Akteurinnen und Akteuren und einer kleinen E-Bike-Tour von der deutschen Seite nach Riehen. Die Gruppe traf sich kurz nach 9 Uhr beim Grenzstein an der Zollfreistrasse und fuhr weiter zum Eisweiher. Dort tauschte sich Steinmeier mit dem binationalen Ranger-Team des Landschaftsparks Wiese aus, das auf deutschem und Schweizer Boden arbeitet.
- Begrüssung am Grenzstein durch Cramer und Kaufmann
- Austausch mit Rangern des Landschaftsparks Wiese
- Besichtigung eines Geländemodells im Keller des Riehener Gemeindehauses
- Eintrag in das Gästebuch des Kantons Basel-Stadt im Bürgersaal
Kontext: Dreiland und bilaterale Themen
Politische Kernthemen spielten beim Besuch keine primäre Rolle; Steinmeier konzentrierte sich auf die Wahrnehmung des täglichen Zusammenlebens über die Grenze hinweg. Auf Fragen zur Schweizer Debatte um die Bilateralen III verwies er auf seine Erfahrung als früherer Botschafter in der Schweiz und erklärte, es sei richtig, «dass die Entscheidung ‹ausschliesslich in der Schweiz› falle».
«Uns ging es darum, festzustellen, wie das Leben im Dreiland aussieht.»
Lokale Bedeutung und Folgen
Der Besuch unterstreicht die enge Vernetzung von Riehen mit der Nachbarschaft in Deutschland und hebt laufende Projekte hervor, etwa die gemeinsame Hochwasserschutzplanung mit der Gemeinde Inzlingen, die im Gespräch genannt wurde. Solche Begegnungen können die Sichtbarkeit grenzüberschreitender Zusammenarbeit erhöhen und lokale Anliegen — etwa zu Naturschutz, Hochwasserschutz und Alltagsmobilität — in bilaterale Gespräche einbringen.
Der Eintrag Steinmeiers in das Gästebuch des Kantons und die Fototermine am Gemeindehaus sind symbolisch: Sie dokumentieren die Anerkennung des Dreiländerecks als Alltagsepizentrum europäischer Verflechtungen. Für Riehen bedeutet das eine verstärkte Aufmerksamkeit auf kommunaler Ebene, die sich mittelbar auf künftige Kooperationen und Förderanträge auswirken könnte.
| Uhrzeit | Programmpunkt |
|---|---|
| Kurz nach 9 Uhr | Ankunft am Grenzstein / Begrüssung |
| Vormittag | Austausch beim Eisweiher mit Rangern des Landschaftsparks Wiese |
| Ca. 9:30 Uhr | Besuch im Gemeindehaus: Geländemodell, Gespräch und Eintrag ins Gästebuch |
Der kurze, aber medienwirksame Besuch wurde von der lokalen Exekutive begrüßt und demonstriert, wie stark das Dreiland als Lebens- und Wirkungsraum empfunden wird. Für die Bevölkerung Riehens ist der Besuch ein greifbares Zeichen dafür, dass grenzüberschreitende Projekte und Alltagsfragen von hoher politischer Relevanz sind.