Mit welcher Farbe verbindet man Berlin? Die Antworten sind so unterschiedlich wie die Stadt selbst: Betongrau, Backsteinrot, Späti‑Neon – oder einfach regenbogenbunt. Die Stadt präsentiert sich im Juli als Farbkasten voller Angebote. Die vielleicht auffälligste Veranstaltung ist das Lesbisch‑schwule Stadtfest in Schöneberg, das in diesem Jahr zum 32. Mal stattfindet und als grösstes queeres Strassenfest Europas gilt.
Ein Wochenende für Sichtbarkeit und Austausch
Das Fest findet an jenem Wochenende statt, das dem Berliner Christopher‑Street‑Day vorausgeht. Entsprechend dominiert das Motto «Gleiche Rechte für Ungleiche – weltweit!» das Programm. Die BVG hat die Beschilderung am U‑Bahnhof Nollendorfplatz mittlerweile um den Zusatz «Regenbogenkiez» ergänzt, so dass der Weg zum Fest kaum zu verfehlen ist.
„Berlin ist grau mit trotzigem Neon.“
Dieser vom Medium befragten Künstlichen Intelligenz zugeschriebene Satz mag pointiert sein; die Realität vor Ort dürfte an diesem Wochenende aber eindeutig farbiger ausfallen. Auf sechs Bühnen erwartet das Publikum ein vielfältiges Programm, das Musikalisches, Tanz und Diskussionen verbindet. Konkrete Highlights im geplanten Ablauf sind:
- Samstag, ca. 16:00 Uhr: Auftritt der Querplattler, Berlins erster schwuler Schuhplattlergruppe.
- Samstag, 15:45 Uhr: Gemeinschaftliches queeres Tangotanzen mit Andrea Tangoschlampe und Else Buschheuer.
- Samstag, 18:45 Uhr: Auftritt des schwulen Männerchors Männerminne.
- Samstag, 16:00 Uhr: Diskussion der Queerspiegel‑Redaktion auf der Queere‑Medien‑Bühne über die Lage des CSD.
- Sonntag, 15:00 Uhr: Blasmusik von Transophonix.
- Sonntag, 18:00 Uhr: Afrobeats mit Angela Ordu & Free Spiritz.
Worauf Besucherinnen und Besucher achten sollten
Das Fest ist offen für alle, viele Stände bieten Informationen von queeren und queerfreundlichen Organisationen. Das Programm ist so angelegt, dass sich Unterhaltung und politischer Austausch abwechseln – ideal für Familien, Freundesgruppen und Menschen, die sich informieren möchten. Da das Event im öffentlichen Raum stattfindet, empfiehlt es sich, frühzeitig anzureisen und auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Der U‑Bahnhof Nollendorfplatz ist durch die neue Beschilderung besonders gut als Ziel ausgeschildert.
Farben als Einladung
Die Berichterstattung ordnet die vielfältigen Juli‑Events nach Farben – von Regenbogen bis Schwarz – ein und lädt dazu ein, die Stadt farbig zu erleben: Ob man nun zum Strassenfest auf den Regenbogen setzt oder lieber ins Grüne radelt, die Auswahl ist gross. Für alle, die jetzt Lust auf einen Ausflug bekommen haben, bietet das Programm konkrete Zeiten und Namen, damit sich ein Besuch planen lässt.
| Tag | Uhrzeit | Programmpunkt |
|---|---|---|
| Samstag | 15:45 | Queeres Tangotanzen (Andrea Tangoschlampe & Else Buschheuer) |
| Samstag | 16:00 | Querplattler; Queerspiegel‑Diskussion |
| Samstag | 18:45 | Männerminne (Männerchor) |
| Sonntag | 15:00 | Transophonix (Blasmusik) |
| Sonntag | 18:00 | Angela Ordu & Free Spiritz (Afrobeats) |
Das Wochenende in Schöneberg verspricht, die Stadt in vielen Nuancen zu zeigen – vom trotzig‑neonigen Grau bis zum leuchtenden Regenbogen. Wer also eine spontane Wochenendidee sucht: Ein Besuch beim Lesbisch‑schwulen Stadtfest ist ein direkter Weg, Berlin farbig zu erleben und zugleich einen Beitrag für Sichtbarkeit und Dialog zu leisten.