Die Sonne kann nicht nur der Haut schaden, sondern auch den Augen. Fachleute warnen: Unzureichender Schutz erhöht das Risiko für Erkrankungen wie Pterygium, Bindehautmelanome und den Grauen Star. Wer seine Augen wirksam schützen will, sollte beim Kauf einer Sonnenbrille genau hinschauen.
Wann eine Sonnenbrille wichtig wird
Augenspezialisten empfehlen das Tragen einer Sonnenbrille besonders dann, wenn der UV‑Index über 3 liegt. Dieser Wert wird oft schon am Vormittag erreicht und nimmt in südlicheren Regionen generell zu. Auch in höheren Lagen und am Meer ist die Belastung durch UV-Strahlung deutlich grösser und damit das Schutzbedürfnis höher.
Woran Sie sicheren UV-Schutz erkennen
- CE‑Kennzeichen: Es signalisiert, dass die Brille nach EU‑Standards geprüft wurde und ausreichenden UV-Schutz bieten sollte.
- UV400 oder die Angabe „100‑prozentiger UV‑Schutz“: Diese Kennzeichnungen zeigen, dass die Gläser UV‑Strahlen bis 400 nm abschirmen.
- Form und Passform: Eine Brille, die die Augen auch seitlich und von oben abschirmt, reduziert den Einfall von streuender Strahlung.
- Qualität der Gläser: Eingebetteter UV‑Schutz in den Gläsern ist langlebiger als aufgedampfte Beschichtungen.
„Je weiter man nach Süden reist, desto höher steigt generell der UV‑Index“, erklärte Prof. Dr. med. Gerd Geerling von der Universitäts‑Augenklinik Düsseldorf.
Preis ist nicht gleich Schutz – aber Qualität zählt
Tests zeigen: Auch sehr günstige Sonnenbrillen können den angegebenen UV‑Schutz erfüllen. Allerdings besteht beim Billigprodukt oft nur eine dünne, aufgedampfte Schutzschicht. Diese ist anfälliger gegenüber Kratzern, Hitze und anderen Umwelteinflüssen. Hochwertigere Gläser mit integriertem UV‑Filter sind stabiler und gelten als langlebigere Lösung.
| Prüfkriterium | Bedeutung |
|---|---|
| CE‑Kennzeichen | Erfüllung europäischer Sicherheitsstandards |
| UV400 / 100 % UV | Schutz bis 400 nm; umfassender UV‑Schutz |
| Beschichtung vs. integrierter Schutz | Beschichtung: weniger langlebig; integrierter Schutz: robuster |
Praktische Tipps für Konsumenten
- Achten Sie beim Kauf auf CE‑Zeichen und UV‑Angaben wie UV400.
- Prüfen Sie die Passform: Seitlicher Lichteinfall vermindert den Schutz.
- Vertrauen Sie bei häufiger oder intensiver Sonnenexposition auf qualitativ hochwertige Gläser, da diese langlebiger sind.
- Informieren Sie sich bei Optiker*innen oder Augenärzt*innen, wenn Unsicherheit besteht.
Zusammengefasst: Eine Sonnenbrille ist mehr als ein Modeaccessoire. Entscheidend sind Prüfzeichen und die Art des UV‑Schutzes. Besonders in den Bergen, am Meer und bei hohem UV‑Index lohnt sich die Auswahl eines dauerhaften, gut sitzenden Modells.
Quellen: Stiftung Auge; Aussagen von Prof. Dr. med. Gerd Geerling (Universitäts‑Augenklinik Düsseldorf) und Optiker Irk Halter; verschiedene Tests (Marktcheck).