In der Region Basel warnen das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) sowie die Polizei vor einer verbreiteten Masche: Auf Strassen oder direkt aus Fahrzeugen werden Schmuckstücke angeboten, die als Gold deklariert sind, sich aber beim genaueren Hinsehen als wertloser Modeschmuck entpuppen. Damit sollen Käuferinnen und Käufer mit vermeintlich günstigen Schnäppchen getäuscht werden.
Kontrollen am Grenzübergang und beschlagnahmte Stücke
Ende Juni kontrollierten Mitarbeitende des BAZG an einem Grenzübergang in Basel-Lysbüchel ein Fahrzeug mit rumänischen Kennzeichen. Die Insassen waren zuvor in Muttenz aufgefallen, weil sie Passantinnen und Passanten aus dem Auto heraus Schmuck zum Kauf angeboten hatten. Bei der Kontrolle fanden die Einsatzkräfte verschiedene goldfarbene Schmuckstücke, die nach Angaben der kontrollierten Personen Modeschmuck seien. Auffällig war jedoch, dass die Stücke mit der Punze «18k» versehen waren.
Solche Kennzeichnungen sind nach dem Edelmetallkontrollgesetz irreführend, wenn der Schmuck nicht tatsächlich aus entsprechendem Edelmetall gefertigt ist. Aus diesem Grund wurde der Schmuck zuhanden der Eidgenössischen Edelmetallkontrolle eingezogen.
Behörden rufen zu Misstrauen und Meldungen auf
BAZG sowie die Kantonspolizei Basel-Stadt und die Polizei Baselland berichten, dass in den vergangenen Monaten mehrere ähnliche Fälle registriert wurden. Die Behörden kontrollieren auffällige Fahrzeuge regelmässig und fordern die Bevölkerung zu erhöhter Aufmerksamkeit auf. Dazu gehört auch, verdächtige Situationen bei der Polizei zu melden.
«Wer in der Region Basel auf der Strasse oder direkt aus einem Auto heraus auffallend günstigen Goldschmuck angeboten bekommt, sollte misstrauisch sein.»
Für Käuferinnen und Käufer ergeben sich daraus konkrete Vorsichtsmassnahmen:
- Keine Spontankäufe von Schmuck aus unbekannten Quellen, insbesondere nicht aus Fahrzeugen.
- Bei Zweifel an Echtheit auf Prüfzertifikate und seriöse Verkaufsstellen bestehen.
- Verdächtige Angebote oder Verkäuferinnen und Verkäufer der Polizei melden.
Die Massnahme, Schmuckstücke mit falscher Kennzeichnung einzuziehen, zeigt, dass die Behörden nicht nur sensibilisieren, sondern auch eingreifen, wenn eindeutige Gesetzesverstösse vorliegen. Für Konsumentinnen und Konsumenten in Basel bedeutet dies: erhöhte Wachsamkeit bei aussergewöhnlich günstigen Angeboten und im Zweifel Kontakt mit den Polizeistellen der Kantone Basel-Stadt oder Baselland oder dem BAZG.
| Behörde | Aufgabe / Massnahme |
|---|---|
| BAZG | Kontrollen auffälliger Fahrzeuge, Sicherstellung von Schmuck |
| Kantonspolizei Basel-Stadt / Polizei Baselland | Aufklärung, Entgegennahme von Meldungen und Zusammenarbeit bei Ermittlungen |
| Eidgenössische Edelmetallkontrolle | Prüfung und Bewertung von sichergestellten Schmuckstücken |
Die Meldung macht deutlich: Wer in Basel unterwegs ist und ein vermeintliches «Goldschnäppchen» angeboten bekommt, sollte nicht nur auf den Preis, sondern auch auf Herkunft und Echtheitsnachweise achten. Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, bei verdächtigen Angeboten die Polizei zu informieren, damit weitere Kontrollen erfolgen können.