Auf dem Prochenberg, dem Hausberg von Ybbsitz im Bezirk Amstetten, kämpfen derzeit Freiwillige gegen eine unscheinbare, aber ökologisch problematische Pflanze: das drüsige Springkraut. Neun junge Mitglieder der Alpenvereinsjugend haben eine Woche Freizeit investiert, um die Ausbreitung des Neophyten zu bremsen. Der Einsatz zeigt, wie lokales Engagement Teil einer größeren Strategie gegen invasive Arten sein kann.
Warum die Pflanze problematisch ist
Das drüsige Springkraut bildet dichte Bestände, die anderen Pflanzen Licht, Raum und Nährstoffe entziehen. Weil die Art einjährig ist und keine tiefen Wurzeln hat, lässt sie sich mechanisch recht einfach entfernen. Entscheidend ist dabei das Timing: Werden die Pflanzen vor der Samenbildung beseitigt, lässt sich die Fortpflanzung behindern. Laut Projektmitarbeitenden werden in den letzten Tagen bereits dutzende Säcke mit entferntem Material gesammelt.
„Wichtig ist, dass man es vor der Samenbildung macht. Die Pflanze bildet sehr viele Samen und kann diese dann bis zu sieben Meter weit werfen.“
Das Zitat stammt von Jakob Klößl, Umweltreferent der Sektion Waidhofen an der Ybbs des Alpenvereins. Die Angabe zur Wurfweite – bis zu sieben Meter – unterstreicht, wie schnell sich lokale Bestände vermehren und angrenzende Habitate gefährden können.
Wer packt an und warum
- Neun junge Ehrenamtliche der Alpenvereinsjugend arbeiten derzeit am Prochenberg.